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Die Entstehung der Pfadfinderbewegung

Das Lager auf Brownsea Island (vor der Küste Englands) gilt im allgemeinen als die Geburtsstunde der Pfadfinderbewegung. Dieses erste große Ereignis der Pfadfinder fand vor fast 100 Jahren statt: es begann am 15. Juli 1907 und dauerte 25 Tage. Aus den rund 20 Jungen, die auf Brownsea Island dabei waren sind inzwischen über 38,5 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in 151 Ländern der Erde geworden.

Baden Powell, Chief Scout of the World

Die Pfadfinderbewegung ist untrennbar verbunden mit einem Mann: Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell. Sein langer Name wird häufig durch seine Initialen B.P. (ausgesprochen BiPi) abgekürzt. Geboren wurde er vor 143 Jahren, am 22. Februar 1857 in London. Schon als Schuljunge verbrachte er jede freie Minute damit, durch die Wälder zu streifen, wilde Tiere zu beobachten, ihre Spuren zu lesen und seine Umgebung zu Fuß und im Boot zu erkunden. Auf diese Weise lernte er, wie man sich aus der Natur ernähren kann, wie man unentdeckt bleibt und seinen Weg auch abseits der Zivilisation findet.

B.P. wird ein Idol der Jugend

Als B.P. während der sogenannten Burenkriege in Südafrika eingesetzt war, verteidigte er das Ausbildungslager Mafeking gegen eine erdrückende Übermacht. Der Einfallsreichtum und das Führungstalent, das er hier bewieß, machten ihn in England zum Helden und sein Buch "Aids for Scouting" (=Handbuch für Späher) wurde vor allem unter jungen Leuten ein Bestseller. Da er es für militärische Zwecke geschrieben hatte und nicht für Jugendliche, wollte er ein neues Buch schreiben, zugeschnitten auf jugendliche Leser. Das bekannte Buch "Scouting für Boys" entstand. Als Vorbereitung für dieses Buch führte er das eingangs erwähnte Lager auf Brownsea Island durch.

Die Pfadfinderidee

Die Methoden, die B.P. als Offizier bei der Ausbildung von Soldaten angewandt hatte, nahm er als Grundlage für sein pädagogisches Konzept: Niemand wird zu etwas gezwungen, alles ist freiwillig. Der Leiter versucht den Gruppenmitgliedern das Lernen durch selbst gemachte Erfahrungen zu ermöglichen. Die Pfadfindergruppe trifft sich regelmäßig, um ein gemeinsames Programm durchzuführen, das Programm ist den Bedürfnissen der Gruppenmitglieder angepaßt. Wer sich entscheidet, bei den Pfadfindern zu bleiben, legt ein Versprechen ab und erhält eine Pfadfindertracht und ein Halstuch als äußeres Zeichen.

England und die ganze Welt werden von der Pfadfinderbewegung erfaßt

Die Idee des Pfadfindertums breitete sich rasend schnell in England und der übrigen Welt aus. Junge Leute in England lasen begeistert die wöchentlich erscheinende Zeitschrift "The Scout", in der "Scouting for Boys" zunächst als Serie erschien. Die Bewegung wurde bald auch in Übersee bekannt und es fanden sich immer mehr junge Menschen, die auch nach den Grundsätzen des Pfadfindertums leben wollten. 1920, nur 13 Jahre nach der Entstehung der Bewegung trafen sich 8000 Pfadfinder aus 27 Ländern in London zum ersten Jamboree (=Lager mit Pfadfindern aus allen Ländern). B.P. wurde zum "Chief Scout of the World" (=oberster Pfadfinder der Welt) ausgerufen. Inzwischen hatten sich auch Mädchen zu Pfadfindergruppen zusammengeschlossen, die sich Girl Guides oder Girls Scouts nannten. B.P.'s Frau Olave wurde "Chief Guide of the World" (=oberste Pfadfinderin der Welt). Sein weiteres Leben verbrachte B.P. damit, die Pfadfinder in der ganzen Welt zu besuchen und ihre Arbeit zu fördern. Am 8. Januar 1941, im Alter von 83 Jahren starb Baden Powell in Kenia, wo er auch begraben liegt.

Organisation heute

Die Pfadfinderarbeit heute wird von den zwei Weltogranisationen verwaltet: Der "World Organisation of the Scout Movement" (=Welt-Organisation der Pfadfinderbewegung), abgekürzt WOSM, die für die männlichen Pfadfinder zuständig ist und der "World Association of Girl Guides and Girl Scouts" (=Welt-Verband der Pfadfinderinnen), abgekürzt WAGGGS für die weiblichen Pfadfinder.

In Deutschland haben sich die DPSG, die PSG, der BdP und der VCP zum Ring deutscher Pfadfinder (RdP) zusammengeschloßen. Diese Ringverbände sind über den RdP bei der WOSM anerkannt, da die WOSM in jedem Land nur eine Pfadfinder-Organisation anerkennen kann.

Geschichte des VCP

Im Jahre 1921 wird die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD oder CP) gegründet, fünf Jahre später der Evangelische Mädchenpfadfinderbund (EMP). 1933 entsteht aus der Tatgemeinschaft Christlicher Pfadfinder (TCP) der Bund Christlicher Pfadfinderinnen (BCP), der seine Arbeit nach dem 2. Weltkrieg auf Bayern beschränkt. Ende der 60er Jahre beginnt eine Zusammenarbeit dieser drei Verbände, 1973 schließen sich CP, EMP und BCP zum VCP zusammen.

 
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